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11.12.2017 : 18:03 : +0100

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Die Erste verschafft sich Luft im Abstiegskampf

Die HSG Kreuzberg hat sich im Abstiegskampf der Landesliga mit zwei Siegen in Folge etwas Luft verschafft. Einem knappen 22:21-Erfolg am letzten März-Wochenende gegen die Zweitvertretung der SG Narva ließ die Mannschaft von Trainer Amor Seghaier am 2. April den ersten wirklich ungefährdeten Saisonsieg folgen: Im Heimspiel in der Flatowhalle gegen den direkten Konkurrenten Zehlendorf 88 gewann die HSG deutlich mit 33:27 (17:13).

In den ersten zehn Minuten der Partie kam die HSG zunächst nicht mit der offenen Deckung der Zehlendorfer zurecht. Durch daraus folgende Unsicherheiten im Angriff und eine sehr löchrige Abwehr setzten sich die Gäste nach zehn Minuten auf 6:9 ab. Nach einem Timeout und personellen Wechseln kam Kreuzberg besser ins Spiel. Das galt insbesondere für die Deckung, die nach klaren Ansagen des Coaches plötzlich leichtfüßiger und engagierter zu Werke ging, so dass den Gästen bis zum Halbzeitpfiff nur noch vier Tore gelangen. Auch im Angriff stellte sich die HSG besser auf die offensive Z88-Formation ein: Beim 12:11 übernahm man erstmals die Führung, bis zur Halbzeit wurde der Vorsprung auf ein beachtliches 17:13 ausgebaut.

In Durchgang zwei startete die HSG druckvoll im Angriff und als Verbund in der Deckung. Somit hieß es nach 40 Spielminuten bereits 23:16. Das ist der übliche Zeitpunkt für eine Schwächephase des Seghaier-Teams. Doch die blieb diesmal aus. Nur einmal, beim 29:24, schmolz der Vorsprung auf fünf Tore. Enger wurde es nie, und so gewann die HSG Kreuzberg am 19. Spieltag tatsächlich ihr erstes Spiel, ohne zittern zu müssen.

Besonders zu erwähnen ist der Einsatz von Sami Schubert, der sich künftig hoffentlich wieder mehr Zeit für den Handballsport nimmt. Eine hervorragende Leistung lieferte auch Hanno Bruchmann (Foto) ab, der sowohl auf der Position am Kreis überzeugte als auch im Mittelblock der Deckung. Ein besonderes Dankeschön der Truppe – nebst den besten Wünschen für die größer gewordenen Familien – ging an die beiden frisch gebackenen Väter Simon Delserieys und Laurent Crastre.

In den kommenden drei Spielen wird sich nun zeigen, was die beiden Erfolge wert sind. Die Zielsetzung lautet, das Punktekonto von derzeit 15:23 auf zum Saisonabschluss 21:23 Punkte zu verbessern – und damit den Klassenerhalt feiern zu können.

Die erste und damit schwierigste Aufgabe ist das Auswärtsspiel gegen die Zweitvertretung des BFC Preußen. Das Hinspiel endete 28:24 für Preußen. Für die Lankwitzer ist die Saison bereits gelaufen, der Aufstiegsplatz ist zehn Punkte entfernt, und schlechter als Platz fünf kann es nicht mehr werden. Zum entscheidenden Spiel für die HSG kommt am 7. Mai dann der TSV Rudow in die Flatowhalle. Mit einem Sieg können alle Zweifel am Klassenerhalt beseitigt werden – doch mit einer Niederlage kann man auch wieder tief in den Strudel gezogen werden. Am letzten Spieltag schließlich ist die HSG Kreuzberg erneut bei einem direkten Konkurrenten zu Gast, der SG FES.

Für die HSG Kreuzberg spielten: Patrick Kauder (1.-11. + 48.-60. Minute), Keno Kunkel (12.-47. Minute); Christian Franz, Hassene Salem, Lars Möller, Laurent Crastre, Helge Eissing, Marcus Leciejewska, Hanno Bruchmann, Simon Delserieys, Sami Schubert, Florian Schnitzler.

05.04.2017 13:38 Alter: 250 Tage