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20.8.2017 : 11:40 : +0200
  • Urgesteine der HSG Kreuzberg

„Welcher Handballverein hat schon jonglierende Riesen?“ – Das Jahresabschlussinterview mit Lothar Klinnert und David Heilmann

Lothar & David, die HSG Kreuzberg ist 2011 zehn Jahre alt geworden. Ihr wart
von der ersten Stunde an dabei. Zufrieden mit der Entwicklung?

Lothar Klinnert: Absolut. Zumal diese Entwicklung damals, im Jahr 2001, überhaupt nicht absehbar war. Ich habe mir jedenfalls nicht vorstellen können, dass die Sache so gut läuft.
David Heilmann: Ich freue mich vor allem über die breite Beteiligung der Mitglieder an den verschiedenen Aufgaben. Und selbstverständlich auch über die sportlichen Ergebnisse, wir hatten zuletzt ja beinahe jedes Jahr einen Aufstieg zu feiern. Also: Ich bin unbedingt zufrieden.

Was waren die Höhepunkte im Jubiläumsjahr?
Heilmann: Sportlich sicherlich das Meisterschaftsspiel der ersten Männermannschaft im Mai gegen den Kreuzberger Lokalrivalen BTV II – ein 29:11 gegen den Vizemeister der Stadtliga, das war schon unglaublich gut. Auch das zweite Relegationsspiel gegen SG FES war für die Zuschauer super, auch wenn wir den Aufstieg um ein Tor verpasst haben. Ansonsten fand ich die Weihnachtsfeier 2011 einen wirklich netten Event…
Klinnert: …und unser eigenes Turnier natürlich! Und auch all die anderen Veranstaltungen, von Skifahrten über Turnierteilnahmen bis zu den Feiern abseits des sportlichen Geschehens.

David, der Turnsport Süden ist als Stammverein ausgeschieden und durch
Eintracht Südring ersetzt worden. Warum eigentlich?

Heilmann: Turnsport Süden hat sich als Gesamtverein mit BTV 1850 verschmolzen. Dadurch hätte die HSG Kreuzberg nicht weiterbestehen können, da für eine Spielgemeinschaft logischerweise immer zwei Handballabteilungen notwendig sind – und der BTV seine sicher nicht zugunsten der HSG umbenannt hätte. Daher musste ein Verein her, der keinen eigenen Männerhandball hat. Mit dem BSC Eintracht Südring haben wir den gefunden.

Lothar, klappt die Zusammenarbeit des Märkischen SC mit dem neuen
Partnerverein?

Klinnert: Für den MSC hat sich eigentlich nichts geändert. Der Kontakt läuft für uns weiter über David, wie vorher auch schon.

Ob Turniere, Weihnachtsfeier, Skifahrt – es ist viel los bei der HSG. Was
vermisst ihr noch?

Heilmann: Vermissen eigentlich nichts. Wünschen aber so einiges: Mehr Sponsoren und Förderer zum Beispiel, um den Spielbetrieb und alles drum herum noch professioneller gestalten zu können. Mehr ehrenamtliches Engagement im Bereich der Trainer, Schiedsrichter, Zeitnehmer, Sekretäre wäre auch gut.
Klinnert: Da schließe ich mich an. Wobei denjenigen, die sich da jetzt schon betätigen, ein Riesenkompliment gebührt.

Was habt ihr euch für das Jahr 2012 vorgenommen?
Heilmann: Ich würde gerne eine gute Saisonabschlussfeier erleben – mit
möglichst zwei Aufsteigern… Außerdem bitte keine weiteren Verletzten! Da hatten wir zuletzt genug Pech, es reicht!
Klinnert: Gute Besserung übrigens unserem Lazarett. Persönlich wünsche ich mir: Weniger Arbeit und mehr die Freizeit. Das wird aber wohl nicht immer so funktionieren…

Habt ihr als Abteilungsleiter unserer Stammvereine Wünsche an die
Mitglieder?

Klinnert und Heilmann
: Das sich noch ein paar Leute mehr in die Vereinsarbeit einbinden lassen. Einfach zu uns kommen und ansprechen!

Was macht die HSG eurer Meinung nach besonders aus?

Klinnert: Die Vielfalt der Mitglieder!
Heilmann: Genau – welcher Handballverein sonst hat schon jonglierende Riesen, philosophierende Linguisten oder sonstige seltsame Gestalten in seinen Reihen? Und die können alle auch noch Handball spielen!


(Das Gespräch wurde am 31. Dezember 2011 von der Webredaktion der HSG Kreuzberg geführt.)